Balance
Ein Klassiker der Kurzfilmscene von 1989. Wolfgang und Cristoph Lauenstein gewannen mit "Balance" im Jahr 1990 den Academy Award (Oscar) als Bester animierter Kurzfilm.
Der Film ist eine Parabel: Das anfangs kooperative Gruppenverhalten wird durch eine äußere Einwirkung, hier in Form einer Musik spielenden Kiste, verändert. Das Verhalten der Gruppenmitglieder schlägt in destruktiven Egoismus um. Die Abhängigkeit der Menschen voneinander, das „Aufeinander-Angewiesen-Sein“, wird im Film durch das ständig nötige Ausbalancieren auf der Plattform besonders deutlich. Dies zeigt, dass der Mensch nur in einer zusammenarbeitenden Gruppe zum Erfolg kommen kann, deren Ziel es ist, diesen Erfolg zu teilen. Die Folgen des Egoismus werden im Film besonders stark sichtbar, da egoistisches Handeln für die handelnde Person selbst negative Auswirkungen mit sich bringt.
Ein Kernpunkt des Filmes ist, dass die Gruppe wahrscheinlich eine gemeinsame Lösung hätte finden können, nämliche die Kiste in die Mitte der Platte zu positionieren, welche sie nicht rechtzeitig gefunden hat, obwohl sie ja mit dem Problem des Ausbalancierens der Platte vertraut war. Auslöser des Untergangs war ein Streit, welcher im Prinzip sicher nicht unberechtigt war, und andererseits aber auch nicht ganz berechtigt, da anscheinend sowohl der Fänger wie auch zwei andere der sechs Gestalten dem aktuellen Inhaber der Kiste diesem den exklusiven Zugang anscheinend missgönnten, selbiger diesen aber erst eher kurz genoss, und auch nur als einer in einer Folge von Abwechslungen.
(Textauszug von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Balance_%28Film%29)

